7-stelliger Sicherheitscode der ZB I: Aufbau und Bedeutung
Der sogenannte 7-stellige Sicherheitscode ist rechtlich eine zufällig vergebene Folge aus sieben Zeichen. Er liegt unter der Abdeckung der Zulassungsbescheinigung Teil I und weist im Online-Verfahren nach, dass Ihnen das aktuelle Dokument tatsächlich vorliegt.

Kurzfassung
In 60 Sekunden geprüft
- Der ZB-I-Code besteht aus sieben Zeichen, nicht zwingend sieben Zahlen.
- Er wird zufällig vergeben und lässt sich nicht aus FIN oder Dokumentnummer berechnen.
- Er liegt in Klartext und als DataMatrix unter einer unumkehrbaren Abdeckung.
- Einige leicht verwechselbare Buchstaben sind im amtlichen Zeichensatz ausgeschlossen.
- Für die Abmeldung werden zusätzlich die drei Zeichen jeder Stempelplakette benötigt.
Warum der Code sieben Zeichen hat
Anlage 6 FZV legt für die Zulassungsbescheinigung Teil I sieben Zeichen fest. Der Code wird so erzeugt, dass er weder aus der Druckstücknummer hervorgeht noch daraus abgeleitet werden kann. Er ist damit kein verkürzter Fahrzeugwert, sondern ein eigener Sicherheitsnachweis.
Unter der Abdeckung erscheinen Klarschrift und DataMatrix. Das Portal kann den eingegebenen Klartext mit dem hinterlegten Wert abgleichen. Die maschinenlesbare Darstellung dient demselben Datensatz, ist aber nicht mit einem gewöhnlichen QR-Link zu verwechseln.
Wo das Feld auf dem Dokument liegt, zeigt die Fotoanleitung Sicherheitscode im Fahrzeugschein finden.
Buchstaben, Zahlen und Groß-/Kleinschreibung
Zugelassen sind Buchstaben des deutschen Alphabets ohne Umlaute und Sonderzeichen sowie Ziffern. Besonders verwechslungsanfällige Buchstaben wie I, kleines i, kleines l sowie O und kleines o werden ausgeschlossen. Trotzdem können Schmutz, Abrieb und Schriftbild zu Unsicherheit führen.
Übernehmen Sie Groß- und Kleinschreibung so, wie sie aufgedruckt ist. Schreiben Sie den Code Zeichen für Zeichen ab und kontrollieren Sie ihn rückwärts ein zweites Mal. Diese Methode verhindert, dass das Auge dieselbe falsche Gruppierung wiederholt.
Verwechslungsgefahr mit FIN und Prüfziffer
Die FIN steht im Feld E der Vorderseite und hat wesentlich mehr Zeichen. Die Prüfziffer in Feld 3 ist kurz, aber sichtbar und nicht abgedeckt. Der Sicherheitscode ist dagegen vor der Nutzung verborgen und exakt sieben Zeichen lang. Fundort und Abdeckung sind verlässlichere Merkmale als die reine Länge.
| Wert | Typischer Fundort | Merkmal |
|---|---|---|
| Sicherheitscode | Rückseite unter grüner Abdeckung | 7 Zeichen, zunächst verdeckt |
| FIN | Feld E | lange Fahrzeugkennung |
| Prüfziffer | Feld 3 | kurzer sichtbarer Prüfwert |
Das Vergleichsfoto markiert FIN und Prüfziffer ausdrücklich als Gegenbeispiele. Die Gesamtübersicht aller Nachweise steht auf Sicherheitscode in ZB I und Kennzeichen.

Wozu der Code bei der Abmeldung dient
Bei der internetbasierten Außerbetriebsetzung ersetzt die Erfassung und Verifizierung des ZB-I-Codes die physische Vorlage des Dokuments. Der Code beweist nicht Ihre Identität und ist kein Passwort für ein Kundenkonto. Er bestätigt den Besitz der konkreten Zulassungsbescheinigung.
Zusätzlich verifiziert das Portal die Codes der Stempelplaketten. Diese zeigen, dass die Kennzeichen entstempelt wurden. Die drei Zeichen am Schild erklärt der Kennzeichen-Code-Ratgeber. Ohne eine der Nachweisarten ist der normale digitale Ablauf unvollständig.
Öffnen Sie die Abdeckung erst unmittelbar im Vorgang. Wird der Code sichtbar, erscheint zugleich die Entwertungskennzeichnung des Dokuments. Bewahren Sie die ZB I trotzdem auf, weil sie für spätere Fahrzeugvorgänge relevant bleibt.
Behandeln Sie eine lokale Fotoaufnahme wie einen sensiblen Nachweis: nicht in Cloud-Freigaben mit öffentlichem Link ablegen, nach Abschluss aufräumen und den Code nie zusammen mit vollständigen Halterdaten veröffentlichen. Wer Unterstützung braucht, sollte nur den ausdrücklich vorgesehenen sicheren Upload verwenden.
Rechtsgrundlage: § 21 FZV regelt das Freilegen und Erfassen der Sicherheitscodes. § 24 FZV nennt die Codes von ZB I und Stempelplaketten als Nachweise für die internetbasierte Außerbetriebsetzung. Das Format steht in Anlage 5 und Anlage 6 FZV.
Nächster sinnvoller Schritt
Im Sicherheitscode-Cluster weiterlesen
FAQ
Häufige Fragen
Besteht der 7-stellige Sicherheitscode nur aus Zahlen?
Nein. Er besteht aus sieben Zeichen und kann zulässige Buchstaben sowie Ziffern enthalten.
Kann ich den Code aus der FIN berechnen?
Nein. Der Code wird zufällig vergeben und darf laut Anlage 6 FZV nicht aus der Druckstücknummer hervorgehen oder ableitbar sein.
Ist Groß- und Kleinschreibung wichtig?
Übernehmen Sie die sichtbare Schreibweise exakt. Der amtliche Zeichensatz enthält Groß- und Kleinbuchstaben, auch wenn einige leicht verwechselbare Zeichen ausgeschlossen sind.
Reicht der 7-Zeichen-Code für die Abmeldung?
Nein. Zusätzlich werden die drei Zeichen langen Sicherheitscodes der Stempelplaketten benötigt.
